
Persönliche Evakuierungsgeräte: Sicherheit und Flexibilität im Vergleich zu klassischen HUB-Rettungsgeräten
Im Notfall zählt jede Sekunde – insbesondere bei Arbeiten in großen Höhen. Ob in der Industrie, auf Windkraftanlagen oder Baustellen: Persönliche Evakuierungsgeräte (PED) sind schnell, sicher und flexibel einsetzbar. Doch wie unterscheiden sie sich von klassischen HUB-Rettungsgeräten, und welches System passt zu welchem Einsatz?
In diesem Artikel erfahren Sie, warum Persönliche Evakuierungsgeräte stark im Kommen sind, welche Modelle führend sind und warum regelmäßige Schulungen für Sicherheit sorgen.

Klarer Vorteil: Evakuierungsgeräte sind klein und verbleiben daher griffbereit am Gurt des Anwenders / Quelle: https://www.crestosafety.com
Was sind persönliche Evakuierungsgeräte?
PEDs sind kompakte, tragbare Systeme für die kontrollierte Evakuierung aus Höhen – sei es durch eigenständiges Abseilen oder assistiertes Absenken. Im Gegensatz dazu sind klassische HUB-Rettungsgeräte stationär oder semi-stationär installiert und für Mehrpersonenrettung ausgelegt.
Vorteile persönlicher Evakuierungsgeräte
Aspekt | persönlicher Evakuierungsgeräte | Klassische HUB-Rettungsgeräte |
|---|---|---|
Mobilität | Hoch – individuell tragbar | Stationär – weniger flexibel |
Einsatzzeit | Sofort einsatzbereit, kein Aufbau | Aufbau- und Montagezeit nötig |
Kapazität | Einzelpersonen geeignet | Mehrpersonenrettung möglich |
Größe & Gewicht | Kompakt und leicht | Größer und schwerer |
Komplexität | Schulung erforderlich | Schulung erforderlich |
Kosten | Niedriger pro Gerät, wirtschaftlich für Einzelanwendungsfälle | Hohe Investitionskosten; effizient für Gruppen |

Drei unterschiedliche Evakuierungsgeräte mit unterschiedlichen Stärken und Funktionen. (Abbildung: Cresto SOLO X + (links) / Cresto Smartline X (mitte) / IKAR ABS 6 Evy (rechts). Quellen: https://www.crestosafety.com und https://www.ikar-gmbh.de
Marktübersicht: Geräte im Vergleich
Gerät | Seildurchmesser/ Material | Gewicht (inkl. 200 m Seil) | Max. Abfahrtsdistanz | Funktionen & Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
IKAR ABS 6 Evy | ca. 6,0 mm Kernmantelseil | ca. 7kg | 300 m | Kompakt und robust Automatische Abseilfunktion Abfahrstrecke vom 300m möglich Einziges Gerät mit echter Hubfunktion Für Evakuierung und Rettung verwendbar EN 341 und EN 1496 |
Cresto Smartline X | ca. 5,5 mm Aramidseil und Anschlagsschlinge | ca. 3,8 kg | 200 m | Leichtestes Komplettset manuelles Abseilen Schlinge und Seil besonders hitzebeständig Rettungen über die integrierte Flaschenzugfunktion ohne Zusatzausrüstung möglich EN 341 |
RESQ Solo X +(Solo X+ Tech) | ca. 4,8 mm Aramidseil und Anschlagsschlinge | ca. 5,17 kg (~11.4 lbs) | 300 m | Abfahrstrecken von 300 m möglich Schlinge und Seil besonders hitzebeständig Automatische Abseilfunktion Schotklemme ermöglicht in Kombination mit einem nicht integrierten Flaschenzug auch Rettungen EN 341 |
TSL Spark | Keine Angabe Aramidseil | ca. 7 kg (Rescue-Kit) | 210 m | Kompakt Schlinge und Seil besonders hitzebeständig Manuelles Abseilen Flaschenzug nicht integriert EN 341 |

IKAR ABS 6 EVY – Evakuierungsgerät mit Rettungshubfunktion gemäß EN 341 u. EN 1496
Quelle: https://www.ikar-gmbh.de
Wieso Schulungen unerlässlich sind
Evakuierungsgeräte mögen simpel aussehen – ihre sichere Anwendung erfordert jedoch fundiertes Training. Im Notfall zählt jeder Handgriff. Gerade bei den manuell zu bedienenden Geräten ist ein Training daher unerlässlich. Hersteller wie Cresto, IKAR und TSL bieten spezialisierte Trainingsprogramme, die Schulungen zu folgenden Themen beinhalten:
- richtige Nutzung der Geräte
- Wartung & Pflege
- Integration in betriebliche Rettungskonzepte
Regelmäßige Übungen garantieren, dass Sicherheitsabläufe im Ernstfall reibungslos funktionieren.
Key Takeaways
- Persönliche Evakuierungsgeräte bestechen durch Mobilität und schnelle Einsatzbereitschaft
- Cresto Smartline X überzeugt mit 3,8 kg Gesamtgewicht (bei 200m Abfahrseil) und hitzebeständigen Materialien. Mehr Infos finden Sie hier: shop.zitras.com/produkt/cresto-smartline-x-ultra-vacuum/
- RESQ Solo X+ Tech erlaubt Evakuation aus bis zu 300 m Höhe unter Verwendung von hitzebeständigen Materialien. Mehr Infos finden Sie hier: shop.zitras.com/produkt/cresto-resq-solo-x-2/
- IKAR ABS 6 Evy ist gemäß EN 341 und EN 1496 zertifiziert und kann somit mit einer echten Hubfunktion aufwarten und verfügt über hervorragenden Leistungsdaten. Mehr Infos finden Sie hier: shop.zitras.com/produkt/ikar-abs-6-evy/
- Sicherheit erfordert Schulung – ohne regelmäßiges Training sind vor allem manuelle PEDs im Ernstfall riskanter.
- Normen in Deutschland: Wichtige Richtlinien sind EN 341:2011 und EN 1496:2017.

FAQ: Häufige Fragen
Für welche Einsätze eignen sich Evakuierungsgeräte?
Ideal für Arbeiten in großer Höhe – z. B. Windenergie, Industrie, Bau und Rettung.
Warum sind Schulungen notwendig?
Sie sorgen dafür, dass das Gerät zuverlässig und sicher im Notfall eingesetzt werden kann.
Wie unterscheiden sich PEDs von HUB-Rettungssystemen?
Evakuierungsgeräte sind mobile Einzelgeräte; HUB-Systeme sind stationär / zentral gelagert und auch für Gruppenrettung ausgelegt. HUB-Rettungssysteme ermöglichen das Entlasten nach einem Sturz in das Auffanggerät.
Welche Hersteller sind führend?
IKAR, Cresto und TSL bieten innovative Lösungen für verschiedene Anforderungen.
Welche Normen gelten in Deutschland?
Zertifizierung erfolgt gemäß EN 341:2011 (Abseilgeräte) und EN 1496:2017 (Hubgeräte).
Fazit
Persönliche Evakuierungsgeräte (PEDs) sind eine moderne, flexible und unverzichtbare Ergänzung zu klassischen Rettungssystemen. Im Gegensatz zu klassischen Hub-Rettungsgeräten verbleiben diese am Gurt des Anwenders und sind im Notfall griffbereit. Ihre Mobilität, Effizienz und Abfahrtsreichweite machen sie – insbesondere mit korrekter Schulung – zu einer sicheren Wahl für Arbeiten in exponierten Lagen.
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